Saphena's Fribihomepage


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Rünenberg 2009

Berichte Distanzritte

Meine herzliebste Besitzerin hatte doch die Idee mich an einen Ritt anzumelden, an welchem 32km und 1'000 Höhenmeter in 2 Std. und etwa 28 Min. (Idealzeit) zu bewältigen waren.
Hätte ich dies davor gewusst, dann wäre ich vielleicht nicht in den Anhänger gestiegen, aber eben ich wusste es nicht. Hier ein kleiner Bericht vom Ritt aus Sicht meiner Besitzerin:

Am 31.10.2009 packte ich das Auto voll und fuhr mit Saphena in das ca. 100 km entfernte Rünenberg. Da ich mir eine Woche vorher noch einen Hexenschuss holte, war die Autofahrt nicht gerade angenehm. Aber eben, mein Schädel ist dicker als die Vernunft. Dort angekommen, lud ich mein Pferd aus und holte die Startnummer. Dann ging es zur Veterinärkontrolle. Dort wurde mein Pferd untersucht. Wie halt sich eben richtige Freiberger benehmen, schlafen sie, wenn sie nicht arbeiten müssen. Ich versicherte der Tierärztin, dass das Pferd dann schon noch wach wird, wenn es zum Start geht. Auch dieses Mal gab es einen Befund, dieses Mal hinten links. Komisch, langsam finde ich es doch recht seltsam, ob sie von der Borrelliose doch irgendeine Beeinträchtigung hat.
Da sie uns aber starten liess, kann es nicht so schlimm sein. Werde es jedenfalls weiter beobachten und sonst mal noch meinen Tierarzt fragen.
Ja, dann kam die nächste Herausforderung. Alles mitnehmen (Pferd, Decken, Jacke, Kessel, Getränk, Checkkarte, Helm, Halfter, Strick, Peitsche, Sattel, Zaum, ....) und fast einen Kilometer zum Start laufen. Ich habe diejenigen Paare beneidet, welche einen Groom hatten zum Schleppen oder einen Veloanhänger zum Ziehen. Zwischendurch lernte ich noch meine Reitpartnerin Melanie und ihr Pferd Saddam kennen. Beim Start angekommen, machte ich mich in einer Ecke breit und band Saphena an einem Baum an, damit ich auf's WC konnte. Eigentlich hätte ich sie gar nicht anbinden müssen, da sie sich an Ästen selbst verpflegte. Schon bald ging es dann los. Wir trabten los und Fribitier war topmotiviert. Sie wollte Melanie's Pferd unbedingt zeigen, dass sie mithalten kann. Ich musste sie anfangs eher bremsen, damit sie nicht noch die Kieswege bergab galloppierte. Irgendwann ging es dann nur noch bergauf von etwa 400 m.ü.M. auf etwa 900 m.ü.M. in ca. 6 Kilometern. War eine Tortur und für muskulöse Freiberger ein Horror, da sie viel zu viel Kraft für die grossen Muskeln benötigen. Aber Saphena wollte nicht aufgeben, auch wenn sie zu Melanie's Pferd eigentlich keine Chance hatte. Sobald wir oben waren, konnte meine wieder voll mithalten. Als es dann noch mal bergauf ging, düste der Saddam aus unseren Augen. Da fand Saphena, sie müsse dieses Pferd unbedingt im Gallopp (bergab, Weg mit viel Laub) wieder einholen. Na ja, wir haben sie dann wieder eingeholt. Am Schluss sahen wir Reiterinnen nur noch das Ziel vor unseren Augen. So kam es, dass wir eine Abzweigung verpassten und uns etwas verritten. Dies kostete wertvolle Minuten. Am Schluss mussten wir richtig Gas geben und ich musste mitansehen, wie ein Araber laufen konnte. Ich hatte eigentlich keine Chance dieses Tempo mitzugehen. Aber egal. Wir hatten es ein paar Sekunden später ins Ziel geschafft. Ich glaube, Saphena war schon noch froh, endlich angekommen zu sein.
Am Schluss war noch die Veterinärkontrolle zu bewältigen, welche Saphena ohne Probleme überstanden hat. Der Schlusspuls und die Reitzeit liess auf einen guten Rang hoffen, aber zuerst mussten wir noch warten zur Rangverkündigung.
Der Hexenschuss meldete sich zurück und ich befand, ich bewege mich erst wieder, wenn es zur Rangverkündigung ging. Saphena liess sich verköstigen mit Heu, Rüebli (dank Melanie) und diversen anderen Läckerli. Sie war übrigens wieder am Schlafen. Aber nach diesem Ritt, war dies völlig begreiflich.
In der Endabrechnung belegten Saphena und ich den 11. Rang von 40 Teilnehmern (leider war nur bis Rang 10 der Rang auf der Plakette). Schade fand ich es, dass so viele der Rangverkündigung fern blieben.
Zuguter Letzt durfte ich mit Pferd auch noch den Nachhauseweg antreten. Ich entschied mich für die Variante Autobahn und wurde bald mal von einem Pferdeanhänger (die waren auch am Ritt) überholt. Meine Geschwindigkeit 80km/h. Deren Geschwindigkeit mind. 100km/h. Na ja. Die müssen es selbst wissen.
Als es schon lange dunkel war, kam ich dann Zuhause an und konnte endliche meine Beine hochlagern. Auch war ich ziemlich froh, dass der Ritt am Samstag war. So konnte ich am Sonntag gemütlich ausschlafen.

Fazit von diesem Ritt: Mit Groom einfacher, ein Behältnis (mit Deckel oder zum Verschliessen) für Wasser kaufen, mehr Pferdeläckerli mitnehmen, reite und fahre nie mehr so lange mit Hexenschuss, teure Back-on-Track-Decke hat ihren Dienst nach dem Ritt super getan, ich 20 Kilos abnehmen (dann hat es Pferd einfacher), werde für die nächsten Wochen keinen Berg/Hügel mehr bereiten,...




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