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Berichte Distanzritte
Für den 19. Juli 2010 meldete ich Saphena kurz vor Anmeldeschluss noch an, weil ich einen so netten Eintrag in's Gästebuch auf www.saphena.ch bekommen habe. Eigentlich wollte ich gar nicht mitmachen, da ich eigentlich gar nicht anwesend war. Aber ich habe mich etwas anders organisiert und konnte es doch noch einrichten.
Der Ritt war bei der Pferderennbahn Dielsdorf. Die Örtlichkeiten kannte ich bereits genügend von anderen Turnieren. Ich richtete den Groomplatz ein und zeigte Saphena im Vetgate. Alles kein Problem. Den KLP Parcours meisterten wir einigermassen, da neben dem Parcours noch der Zieleinlauf war. Die Parcoursbauerin hatte aber ein "halbes" Auge zugedrückt und so gab es nicht viele Strafpunkte. Bereits während dem Warmreiten zum KLP Parcours dachte ich, warum ist mein Pferd so triebig. Ist sonst eigentlich nicht so ihre Art. Darum fragte ich Daniela und ihre Mitreiterinnen, ob ich mit ihnen reiten darf. Denn alleine mit einem triebigen Pferd, stellte ich mir unmöglich vor. Es kam dann etwa so, wie ich vorher bereits gedacht habe, Pferd war wirklich fast die Hälfte des Ritte triebig. Zeitweise hatte sie ihre Hinterbeine nicht mehr wirklich gehoben, oje, oje. Leider war ich aber bereits vor dem Ritt irgendwie völlig fertig und so merkte ich es nicht oder wollte es nicht merken, dass Aufhören besser wäre.
Das Ziel hatten wir aber dann aber doch noch errreicht. Nach dem Kühlen ging es wieder zum Vetgate und dort mussten wir noch vortraben. Nochmals oje, oje. Pferd war fast nicht mehr in den Trab zu bringen. Saphena wollte einfach nicht mehr laufen. Auch wollte die Tierärztin das Pferd wegen mangelnden Darmgeräuschen in einer Stunde nochmals sehen. Gewünscht und gemacht. Es gab dann die Transportfreigabe und so konnte ich Saphena doch noch vor der Rangverkündigung nach Hause bringen. Ich hatte es dann zur Rangverkündigung so knapp geschafft. Puh... Als dann unsere Prüfung dran war, war mein Erstaunen riesig. Wir hatten nochmals gewonnen, ganz knapp. Wow! Cool! Auch über den ersten Preis hatte ich mich wirklich sehr gefreut. Eine absolut schöne Idee mit den geritzten Gläsern.
Fazit vom Tag:
- Schaue, dass man sicher in der Woche vor einem Ritt immer beim Pferd ist. Die Vorbereitung zu diesem Ritt war überhaupt nicht ideal.
- Manchmal wäre Aufgeben besser, als einen Ritt so zu beenden. Das nächste Mal, wenn sie wieder so einen Tag hat, dann reite ich den Ritt mit Sicherheit nicht mehr fertig.*
- Vielen Dank an das Team Lägern. Es war ein super organisierter Ritt!
- Und... vielen Dank an Daniela und ihre Mitreiterinnen für die nettte Begleitung. Ohne Euch hätte ich mit Sicherheit aufgegeben.
*Im Nachhinein habe ich dann noch den Tierarzt kontaktiert, da ihre Laufunlust mehr als komisch war. Er meinte, wahrscheinlich hätte sich da etwas angestaut (passiert möglicherweise an einer Ausfahrt, als die Pferde in grösster Mittagshitze am Wagen schufften mussten) und ich solle einfach normal Reiten gehen und es "auslaufen" lassen. Und recht hatte er; am Distanzritt im Wehntal lief sie wie ein Wiesel...