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Berichte Distanzritte
Meine Besitzerin hatte mich für einen Distanzreitkurs am 16./17. Mai 2008 in Fehraltorf angemeldet.
Als es dann soweit war, packten wir viele, viele Sachen in den Anhänger und ins Auto und fuhren am Morgen nach Fehraltorf. Dort wurde ich dann in einen Stall gebracht, wo sich noch ein paar andere Pferde aufhielten. Ich habe dann nur noch gehofft, dass sie mich da schnell wieder herausholt. Diese Boxen dort sind ja ein Miniaturformat. Ein Pferd auf der anderen Seite der Stallgasse hatte sich aber doch tatsächlich voll Vertrauen hingelegt und etwas geschlafen. Da dachte ich nur: Nie im Leben! Ein Gefängnis ist ja bei Weitem angenehmer.
Irgendwann kamen dann die Reiter vom Theorieblock zurück und holten uns aus diesen Verliessen. In der Reithalle mussten dann alle Reiter irgendwelche Übungen machen nach PNH oder wie dass genau heisst. Da ich aber das Meisste bereits schon kannte, war es ein bisschen langweilig. Aber ich bin ja ein liebes Pferd und machte (fast) alles ganz brav mit.
Danach ging es wieder in diesen Stall zurück und ich bekam Wasser und Heu zum Fressen. Die Reiter haben in der Reiterstube irgendwas Warmes gefuttert.
Am Nachmittag ging es in der Reithalle mit Training weiter. Diesmal sassen die Reiter auf uns drauf und wir haben verschiedene Gehorsamsübungen absolviert. Am Schluss musste jedes PferdReiterPaar einzeln einen Gehorsamsparcours absolvieren und wurden auch entsprechend gewertet. Ich habe es - so glaube ich wenigstens - nicht schlecht gemacht.
Dann ging es wieder in diesen Stall... *******(zensierte Meinung über diesen Stall) Nach einem weiteren Theorieblock, einem Vortrag und einer Fragerunde war dann der erste Tag schon fertig. Einige blieben dann die ganze Nacht in Fehraltorf. Meine Besitzerin hatte sich jedoch entschlossen, mich wieder nach Hause zu nehmen, damit sie und ich gut schlafen konnten.
Als dann am Samstag Morgen wieder der Transporter auf dem Hof stand, war ich schon etwas verwirrt. Ich wollte mich doch auf der Weide erholen, aber nein, es ging wieder nach Fehraltorf. Dort herrschte bereits reger Betrieb. Ich musste dann wieder in diesen Stall. Was soll's; Er ist wenigstens breiter als der Platz im Pferdeanhänger.
Meine Besitzerin ging dann für einige Zeit weg wegen einer Besprechung (Rittablauf). Irgendwann zäumte sie mich dann auf und wir gingen ohne Sattel um die Reithalle zu einem komischen Ort. Dort wurde ich dann untersucht (bin ich etwa krank?) von einem Tierarzt. Er hatte mich gelobt, dass ich nicht so durchgedreht wie einige Araber bin (was sind Araber? Ich kenne nur Freiberger). Aber anscheinend war ich Gesund. Dies hätte ich auch gleich sagen können, aber offenbar muss jedes Pferd durch so eine Kontrolle.
Wieder später wurde ich dann gesattelt und vor der Reithalle etwas eingeritten.
Und dann ging es los: Wir mussten einen Gehorsamsparcours absolvieren. Leider habe ich mich irgendwann während des Parcours erschrocken (keine Ahnung warum) und so bekamen wir einige Strafpunkte. Da aber meine Besitzerin wissen sollte, dass ich Reithallen überhaupt nicht liebe, ist sie selbst Schuld, wenn sie mich an so etwas schleift...
Danach ritten wir im Schritt zu Viert an einen Ort, welcher etwas von der Reithalle weg war. Dann mussten wir ein paar Minuten warten (Wieso auch immer). Und erst dann ging der richtige Distanzritt los. Nach zwei oder drei Kilometern war ich bereits völlig verschwitzt. Die anderen Reiterinnen fragten meine Besitzerin, ob ich denn wirklich fit wäre (blöde Frage; sicher bin ich fit). Sie hatte dann geantwortet, dass ich wahrscheinlich so überdreht wäre, da ich denke, dass es eine Fuchsjagd wäre (nach ein paar Kilometern hatte ich dann ich Hoffnung aufgegeben, dass es Sprünge auf der Strecke gibt und bin etwas ruhiger geworden). Insgesamt waren wir ca. 22 Kilometer unterwegs. Wir sind aber nicht so schnell geritten resp. mit 13 Kilometern je Stunde, sondern waren etwas Langsamer.
Danach wurde ich wieder abgesattelt und gekühlt und innerhalb einer Frist von 20 Minuten, wurde ich nochmals von einem Tierarzt untersucht (ich fühlte mich aber gar nicht krank!) und für ok befunden.
Später ging es wieder in diesen Stall (wieso immer dorthin?) und ich musste wieder warten. Nach einer unendlich langer Zeit holte mich meine Besitzerin endlich wieder und wir konnten den Nachhauseweg antreten.
Mein Fazit dieses Wochenendes: Fuchsjagden sind cooler, da hat es wenigstens Sprünge dazwischen.
Das Fazit dieses Wochenendes meiner Besitzerin: Mit Groom ist es einfacher, aber ansonsten ist es eine faszinierende Sportart. Mir reichen aber völlig 30 km, mehr muss es nicht sein, hab auch das Pferd nicht dazu.
Auch würde ich ein anderes Mal alleine Reiten, damit ich den Rythmuss meines Pferdes nicht störe.